Da Unterdrückungs- und Ausschlussmechanismen von Frauen leider noch immer existieren und eine Gleichstellung der Geschlechter in weiter Ferne liegt, ist es wichtig, einen Raum anzubieten, in dem sich ausschließlich Frauen über ihre Erfahrungen und ihre Lebenssituation beraten, austauschen und mögliche Strategien gegen sexistische/androzentrische Diskriminierung entwickeln können.

Wenn wir uns in Seminaren und Vorlesungen mit Feminismus beschäftigen, entsteht vielleicht der Eindruck, dass an der Uni und am Politikwissenschaft- Institut feministische Arbeit überflüssig ist.

Da Wissenschaft lange Zeit weitgehend Berufsarbeit von Männern war, bildeten sich Männernetzwerke – und Hierarchien, die Frauen von wissenschaftlichen Tätigkeiten ausschlossen. Auch für Studentinnen stellen Unis keinen geschützten Raum dar- laut der Studierendensozialerhebung müssen Frauen öfter neben dem Studium arbeiten gehen und brechen auch öfter das Studium ab. Mit einem FrauenFreiRaum, in der spezifische Beratung, Vernetzung und inhaltlicher Austausch sowie Diskussion stattfindet, wollen wir diesen Tendenzen entgegenwirken.

Nach den Sommerferien soll einmal die Woche ein Frauenplenum im KomZ für alle interessierten Studentinnen stattfinden. Nach der Beratung wird ein inhaltlicher Teil folgen, bei dem wir aktuelle feministische/frauenpolitische Diskussionen aufgreifen, Texte lesen und aus einer feministischen Perspektive analysieren und diskutieren, Referentinnen einladen sowie Exkursionen und Veranstaltungen gemeinsam planen.

Am 17.Mai um 19.00 findet daher im KomZ ein erstes geschlossenes Frauenplenum statt, bei dem wir Fragen wie „Warum ist ein FrauenFreiRaum an der Uni/am Institut wichtig?“ und „Wie soll das Frauenplenum ausschauen?“ diskutieren werden. Außerdem sammeln wir Ideen für eine Auftaktveranstaltung im Herbst.