Offenes Treffen

Freitag, 20.03.2009 17:00 Uhr; HS 2 NIG 2.Stock

Warum KRISP?

Natürlich kann eine Studienvertretung (STV) an einem Institut nicht die Defizite der gesamten Universitätspolitik der letzten Jahrzehnte (UG02- Bologna-Prozess und die daraus resultierende massive Unterfinanzierung mit bekannten Folgen wie überfüllte Hörsäle, zu wenige LVs, undurchschaubare Administration etc etc) ausgleichen.

Wir haben jedoch den Eindruck, dass die STV Politikwissenschaft, aktuell gestellt durch die „Basisgruppe Politikwissenschaft“ (Bagru Powi) sich nicht ausreichend in institutspolitische Belange eingebracht hat. Die konkrete Verbesserung der Studienbedingungen sowie die Betreuung und Beratung von Studierenden war ihr in den letzten zwei Jahren kein echtes Anliegen.

Dass die Bagru Powi sich nun, wenige Monate vor den ÖH-Wahlen, kurzfristig wieder ihrer eigentlichen Aufgaben erinnert und eine HörerInnenvollversammlung (HVV) einberufen hat, begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich. Bei der HVV am 11. März 2009 haben sich überraschend viele Studierende eingebracht und zu einer lebendigen Debatte beigetragen; die VertreterInnen der STV bzw. der Bagru Powi scheinen uns jedoch großteils plan- und ahnungslos. Das liegt nicht an individueller Unfähigkeit der StudienvertreterInnen, sondern an der langjährigen politischen Praxis der Bagru Powi, Diskussionen zu Studienbedingungen, Universitäts- und Institutspolitik anderen Themen unterzuordnen, die offenbar für relevanter erachtet werden.

Wir dagegen wollen als STV kontinuierliche Diskussionen zu Universitäts- und Institutspolitik organisieren, nicht zuletzt auch um die Interessenvertretung der Studierenden am Institut für Politikwissenschaft auf eine breite, demokratische Basis gestellt werden kann. Dazu gehören etwa auch transparente STV-Strukturen, eine STV-Website, die echte Unterstützung für und Interaktion mit Studierenden anbietet und einen regelmäßigen Informationsfluss von der STV an alle Studierenden gewährleistet.

Eine andere STV ist möglich!

Die von der Bagru Powi bestellte STV präsentiert sich gerne als kritischer, offener Zusammenhang. Insbesondere in den letzten Semestern verstärkte sich jedoch das Bild eines geschlossenen und dogmatischen Kreises, der sich auf problematische Weise bloß einer handvoll Themen widmet. Die Intention der Bagru Powi ist es offensichtlich nicht, durch ihre Veranstaltungen
breite Debatten und Engagement unter den Studierenden zu fördern; vielmehr wird sich immer wieder der eigenen Gewissheiten zu den immergleichen Themen versichert.

Wohlgemerkt meinen wir nicht, dass diese Themen – Antisemitismus, der Nahe Osten, Kritische Theorie – unwichtig wären. Wir kritisieren jedoch erstens, dass die thematische Einengung durch die Bagru Powi andere wichtige Themen beinahe völlig verdrängt; und zweitens, dass die von der Bagru Powi thematisierten Inhalte stets ausschließlich aus einer einzigen, als unhinterfragbar
dargestellten Perspektive diskutiert werden.

Wir wollen dagegen die STV als wirklich offene, kritische und aktive Plattform etablieren, die als Anlaufstelle, Infrastruktur und Ort der Vernetzung für vielfältige studentische Initiativen und Projekte dient.

Deshalb laden wir alle Studierenden dazu ein, zur Veranstaltung der KriSP, am 20.3. um 17:00 im HS1 (NIG 2.Stock) zu kommen.

Dort wollen wir unsere Ideen und Zugänge bezüglich der Studienvertretung präsentieren und gemeinsam diskutieren wie eine offene, kritische und aktive Studienvertretung aussehen könnte